Bürger

Informationen für Bürger

Viele Einsätze und gefährliche Situationen können verhindert werden, wenn Sie in der Gefahrenvorbeugung aktiv mitwirken.

Wie lautet die richtige Notrufnummer? Wie setze ich einen Notruf richtig ab? Was tun wenn's brennt? Zu all diesen Fragen und zu vielen weiteren Themen der Gefahrenvorbeugung erhalten Sie im weiteren Verlauf Antworten, Tipps und Ratschläge Ihrer Feuerwehr.

Notrufnummern

Sollten Sie sich in irgendeiner Weise in einer Notlage befinden, so finden Sie hier eine Auswahl von Stellen und Einrichtungen, die Ihnen weiterhelfen können.

Feuerwehr und Rettungsdienst 112
Polizei                                                                 110
Giftnotrufzentrale 0761 / 19240
Krankentransport 19222
Zahnärztlicher Notdienst Vermittlung e.V. 0711 / 7877755
Tierrettung/Tierambulanz 24-Stunden Notruf 0177 / 3590902
Stromstörung 0800 / 3629477
Störmeldungen bei Gas und Wasser, Stadtwerke Esslingen 0711 / 3907222
Telefonseelsorge 0800 / 1110111
0800 / 1110222
Kinder- und Jugendtelefon 0800 / 1110333
Elterntelefon 0800 / 1110550

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, aber die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann, ist der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst zuständig.

Der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet. Bei Notfällen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall und schwere Unfälle, alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.116117info.de

Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst 116117


Notfallpraxis

Innerhalb von 20 bis 30 Autominuten erreichen Sie von jedem Ort in Baden-Württemberg eine Notfallpraxis, die Sie während der Öffnungszeiten ohne vorherige Anmeldung direkt aufsuchen können. Sie kümmern sich darum, dass Patienten in dringenden medizinischen Fällen auch außerhalb der regulären Sprechzeiten behandelt werden.

Als Patient können Sie frei wählen, welche Notfallpraxis Sie in Ihrer Umgebung in Anspruch nehmen wollen.

Notfallpraxen im Landkreis Esslingen

  Öffnungszeiten  
Notfallpraxis Esslingen (Erwachsene)
Klinikum Esslingen Hirschlandstraße 97
73730 Esslingen a. N.
Mo - Do
Fr
Sa, So und an Feiertagen
18 - 23 Uhr
16 - 23 Uhr  
  8 - 23 Uhr
Notfallpraxis Esslingen (Kinder)
Klinikum Esslingen Hirschlandstraße 97
73730 Esslingen a. N.
Mo - Fr
Sa, So und an Feiertagen
19 - 22 Uhr  
  9 - 21 Uhr
Notfallpraxis Filderstadt
Filderklinik Im Haberschlai 7
70794 Filderstadt
Fr
Vortage zu Feiertagen
Sa, So und Feiertage
16 - 23 Uhr
19 - 23 Uhr
  8 - 23 Uhr
Notfallpraxis Kirchheim unter Teck (Erwachsene)
Kreiskrankenhaus Kirchheim Eugenstraße 3
73230 Kirchheim unter Teck
Sa, So und an Feiertagen   8 - 23 Uhr
Notfallpraxis Nürtingen (Erwachsene)
Kreiskrankenhaus Nürtingen Auf dem Säer
72622 Nürtingen
Sa, So und an Feiertagen   8 - 23 Uhr

Notfallpraxen im Umkreis

  Öffnungszeiten  
Notfallpraxis Stuttgart (Erwachsene)                   
Marienhospital Böheimstraße 37
70174 Stuttgart
Mo - Do
Fr
Sa, So und an Feiertagen
19 - 01 Uhr
14 - 01 Uhr
  7 - 01 Uhr
Notfallpraxis Stuttgart (Kinder)
Olgahospital Kriegsbergstraße
6270174 Stuttgart
Mo - Fr
Sa, So und an Feiertagen
19 - 22 Uhr  
  9 - 22 Uhr

Weitere Notfallpraxen finden Sie über die Kassenärztliche Vereinigung

Apothekennotdienst

Jährlich leisten Deutschlands Apotheker rund eine halbe Million Nacht- und Notdienste. Sie gewährleisten pharmazeutische Sicherheit und persönliche Versorgung rund um die Uhr.

Apotheken in Ihrer Nähe die Notdienst haben finden Sie über die Landesapothekerkammer


Der richtige Notruf

Europaweit gilt für Feuerwehr und Rettungsdienst die Notrufnummer 112. So auch in Esslingen. Ein erfahrener Einsatzsachbearbeiter nimmt ihren Notruf entgegen und disponiert sofort das erforderliche Einsatzmittel.

Der Notruf ist kostenfrei. Nutzen Sie den Notruf für Brände, Unfälle und akute medizinische Notfälle.

Was sind nun die wichtigsten Informationen für den Menschen am anderen Ende der Leitung?

Was ist passiert?

Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Herzinfarkt der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen.

Wo ist es passiert?

Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in dem es dann mehr als eine „Hauptstraße" oder „Bahnhofsstraße" gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden.

Wie viele Verletzte/betroffene Personen sind es?

Vom einzelnen Fußgänger bis zum vollbesetzten Schulbus – abhängig von der Anzahl der gefährdeten Menschen werden unterschiedlich viele Rettungsmittel benötigt. Wenn die Leitstelle dies bereits beim Notruf erfährt, kann sie zielgerecht alarmieren.

Wer ruft an?

Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann.

Warten auf Rückfragen?

Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.


Notruf für Hör- und Sprachgeschädigte

Den Gehörlosen in der Stadt- und im Landkreis Esslingen steht auch der Notruf 112 für alle Hilfeersuchen zur Verfügung.

Geht in der Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst Esslingen ein Telefax unter der Notrufnummer 112 ein, so kann dieses Hilfeersuchen direkt an ein Faxgerät in der Leitstelle umgeleitet und sofort ausgedruckt werden. Den Gehörlosen Mitbürgern kann nun genauso schnell Hilfe geschickt werden wie einem nicht Gehörlosen. Mit einem speziellen Fax-Vordruck, der bereits im Vorfeld neben dem Telefaxgerät deponiert werden sollte, können auch die Gehörlosen schnell unter der üblichen Notrufnummer Hilfe anfordern.

Hier gelangen Sie zur Vorlage des Gehörlosenfax (174 KB)

Das Land Baden-Württemberg bietet ab sofort hör- und sprachbehinderten Menschen eine zusätzliche Möglichkeit, in einer Notlage Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste zuverständigen.

Hör- und sprachbehinderte Menschen haben bei einem Notfall bisher nur über ein Notruf-Fax an die 110 oder 112 Hilfe anfordern können. Ergänzt wird diese Möglichkeit jetzt durch die Nothilfe-SMS. Beim Versand einer solchen Nothilfe-SMS kann es technisch bedingt zu einer zeitlich verzögerten Zustellung kommen, dennoch ist die Nothilfe-SMS für hör- und sprachbehinderte Menschen eine sinnvolle Ergänzung zum Notruf-Fax bis zur Realisierung einer bundesweiten Notruf-App.

Aus technischen Gründen kann die Nothilfe-SMS nicht an die bekannten Notrufnummern 110 und 112 gesandt werden, sondern muss an speziell dafür eingerichtete Telefonnummern geschickt werden. Die Nothilfe-SMS wird für ganz Baden-Württemberg zentral vom Polizeipräsidium Stuttgart beziehungsweise der Integrierten Leitstelle Stuttgart empfangen.Von dort wird sie dann an die zuständige Stelle weitergeleitet, von wo aus die Hilfe koordiniert wird.

Für Baden-Württemberg ist bei Notfällen die Polizei per SMS an die

  • 01522/1 807 110

sowie die Feuerwehr und der Rettungsdienst in Abhängigkeit des persönlichen Netzbetreibers per SMS an die

  • 99 0711 /50 66 7112 (Telekom und Vodafone)
  • 329 0711 /50 667 112 (Telefonica/O2)
  • 1511 0711/50 667 112 (E-Plus) erreichbar.

Hier gelangen Sie zur Anleitung für die Nothilfe-SMS (129 KB)


Hausnummern können Leben retten!

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind bei jedem Notfall auf deutlich sichtbar angebrachte Hausnummern angewiesen, um den Einsatzort schnellstmöglich zu finden. Schlecht erkennbare Hausnummerierungen können im Notfall wertvolle Zeit kosten. Bei Noteinsätzen können einige Minuten Suche nach dem richtigen Haus schwerwiegende Folgen haben. Gut sichtbar angebrachte Hausnummern können daher Leben retten.

Nach dem Bundesbaugesetz ist jeder Eigentümer verpflichtet, sein Grundstück mit der von der Gemeinde festgesetzten Nummer zu versehen. Die Hausnummern müssen dabei von der Straße aus, in die das Haus einnummeriert ist, gut lesbar sein.

Wir empfehlen Ihnen daher:

  • Bringen Sie die Hausnummern gut lesbar und in einer Höhe von nicht mehr als 3 Metern an.
  • Die Nummern müssen auf der der Straße zugekehrten Seite des Gebäudes angebracht sein.
  • Die Hausnummern sollen unmittelbar über oder neben dem Gebäudeeingang angebracht werden.
  • Wenn sich der Gebäudeeingang nicht an der Straßenseite des Gebäudes befindet, soll die Hausnummer an der dem Grundstückszugang nächstgelegenen Gebäudeecke angebracht sein.
  • Bei Gebäuden, die von der Straße zurückliegen, können die Hausnummern auch am Grundstückszugang angebracht werden.
  • Unleserliche Hausnummernschilder sollten erneuert werden.
  • Bei der Gestaltung der Hausnummernschilder ist der Eigentümer in seiner Entscheidung frei. „Abstrakte" Nummerierungen, die zwar schmücken, aber ansonsten wenig nützlich sind sollten grundsätzlich vermieden werden.
  • Beispiele für schlecht sichtbare Hausnummern sind: verdeckte Nummern, Hausnummern mit der gleichen Farbe wie ihr Untergrund, schlecht sichtbare Anbringung (zu tief oder an der falschen Hausseite).

Falschparker behindern Rettungskräfte

Jeder Autofahrer kennt die Situation: Falsch abgestellte Fahrzeuge machen die Straße zum Nadelöhr, zugeparkte Ecken lassen einen kaum um die Kurve kommen und versperren zudem die Sicht. Was im normalen Straßenverkehr schon ärgerlich ist, behindert im Notfall die Feuerwehr oder den Rettungsdienst.

Wenn wir zu einem Einsatz alarmiert werden muss es schnell gehen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge auf ihrer Anfahrt zum Einsatz durch parkende Fahrzeuge behindert werden. Dadurch geht wertvolle Zeit für die Rettung von Menschenleben verloren.

Unsere Fahrzeuge sind meist größer als andere Fahrzeuge. Die Größe und der Aufbau der Feuerwehrfahrzeuge haben Auswirkungen auf die Wendigkeit eines solchen Fahrzeugs im Straßenverkehr. Deshalb sind wir auf die Rücksicht anderer Verkehrsteilnehmer angewiesen. Speziell in Wohngebieten behindern jedoch parkende Fahrzeuge oft die Zufahrt.

In diesem Zusammenhang bittet wir Sie:

  • Halten Sie gekennzeichnete Freiflächen und Fahrwege für die Einsatzfahrzeuge immer frei.
  • Parken Sie nicht an Kreuzungen und Einmündungen.
  • Ihr Auto muss so geparkt werden, dass jederzeit Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr freie Durchfahrt haben.
  • Damit die Fahrzeugtüren geöffnet und die Fahrzeugbeladung entnommen werden kann, ist eine Mindestdurchfahrtsbreite von drei Metern nötig.
  • Blockieren Sie keine mit dem Zusatzschild Feuerwehrzufahrtgekennzeichneten Zufahrtswege und Stellflächen. Entsprechend gekennzeichnete Rettungswege müssen immer freigehalten werden.
  • Halten Sie Hydranten auf den Straßen und Gehwegen frei. Unterflurhydranten erkennt man an den ovalen Schachtdeckeln mit der Aufschrift Hydrant. Parkt ein Auto auf diesen, können wir kein Löschwasser entnehmen und müssen den nächsten Hydranten suchen – das kostet viel Zeit.

Stau? - Rettungsgasse bilden!

Grundsätzlich muss immer, wenn der Verkehr stockt, eine freie Bahn für Rettungsfahrzeuge geschaffen werden. Wichtig ist dabei, dass sie bereits bei der Annäherung im Rückstau gebildet wird.

Das Bilden der Rettungsgasse ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit wenigstens zwei Fahrtstreifen in einer Richtung, muss eine Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge in der Mitte der Fahrbahnen gebildet werden. Wichtig ist dabei, dass zu den Einsatzfahrzeugen auch Abschleppfahrzeuge zählen.

So verhalten Sie sich richtig:

  • Rettungsgasse bereits bei beginnender Staubildung und stockendem Verkehr bilden. Steht der Verkehr, ist es manchmal nicht mehr möglich, zu rangieren.
  • Die Rettungsgasse muss immer gebildet werden! Nicht nur bei einem Unfall.
  • Die Rettungsgasse wird bei einer zweispurigen Autobahn in der Mitte gebildet, d.h. die Fahrzeuge links fahren an den äußeren linken Rand und die Fahrzeuge rechts an den Rand des rechten Fahrstreifens.
  • Bei einer drei- oder sogar vierspurigen Autobahn wird die Rettungsgasse immer zwischen der linken und den mittleren Fahrbahnen gebildet.
  • Der Seitenstreifen darf für die Bildung einer ausreichend großen Rettungsgasse mit benutzt werden. Denken Sie immer daran, dass auch sehr große Einsatzfahrzeuge die Rettungsgasse durchfahren müssen.
  • Bei Bildung der Rettungsgasse unbedingt darauf achten, dass das Fahrzeug gerade steht und die Durchfahrt der Einsatzfahrzeuge nicht behindert wird.
  • Halten Sie eine Fahrzeuglänge Abstand zum Vordermann, um noch rangieren zu können.
  • Schalten Sie den Verkehrsfunk und das Navigationsgerät ein und beachten Sie die Durchsagen.
  • LKW sollten nur die rechte Spur befahren und nicht überholen.
  • Auch an einer roten Ampel sollte zudem in den Kreuzungsbereich ausgewichen werden, auch wenn dabei die Haltelinie überfahren werden muss. Mögliche Rotlichtverstöße werden bei solchen Situationen nach einer Prüfung durch die Bußgeldstelle nicht geahndet.
  • Allen anderen Kraftfahrern ist die Durchfahrt untersagt. Die Durchfahrt durch die Rettungsgasse durch „Anhängen an ein Fahrzeug mit Sonderrechten" ist verboten.

Wichtig:

Wenn das erste Rettungsfahrzeug vorbeigefahren ist, die Rettungsgasse nicht wieder schließen! Es können noch weitere Rettungsfahrzeuge folgen – auch nach einiger Zeit noch. Die Rettungsgasse so lange offen halten, bis der Verkehr wieder rollt.



Rauchmelder retten Leben

Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland über 230.000 Wohnungsbrände. Dabei kommen im Durchschnitt etwa 400 Menschen ums Leben und bis zu 10.000 Brandopfer erleiden zum Teil schwerste Verletzungen, die häufig dauerhafte Beeinträchtigungen der körperlichen Gesundheit oder der Lebensqualität zur Folge haben.

Schadhafte elektrische Leitungen und die unsachgemäße Verwendung von Elektrogeräten sind die häufigsten Auslöser von Wohnungsbränden. Diese von Laien oft unterbewerteten Brandgefahren werden meist zu einem späteren Zeitpunkt bemerkt.

So entstehen z.B. bei Kabelbränden von schlecht isolierten Elektrogeräten oder bei der Überlastung von Steckdosen durch Mehrfachstecker die gefährlichen Schwelbrände, die häufig gar nicht oder erst sehr spät entdeckt werden. Oft findet man den Wäschetrockner und die Waschmaschine über einen Mehrfachstecker angeschlossen.

Eine potentielle Gefahr im Haushalt besteht aufgrund der Betriebswärme nicht nur bei Bügeleisen, Friteusen, Toaster, Fernsehgeräten und Computerbildschirmen, sondern auch bei Wäschetrocknern, Stromnetzteilen, Batterieladegeräten und Heißwasserbereitern. Selbst kleine Halogenstrahler können Auslöser von Wohnungsbränden sein, wenn sie nicht geschützt oder unsachgemäß eingebaut werden.

Wer im Schlaf vom Feuer überrascht wird, hat nur dann eine Überlebenschance, wenn er schnell und umsichtig handelt. Durch die Installation von Rauchmeldern, die auf Brandrauch mit einem akustischen Alarm (Piepston) reagieren, kann man die entscheidenden lebensrettenden Sekunden gewinnen, um sich, die Familienangehörigen und andere Mitbewohner in Sicherheit zu bringen.

Seit dem 01.01.2015 müssen in Baden-Württemberg alle Aufenthaltsräume in Wohnungen, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein.

Rauchmelder erhalten Sie im Elektro- oder Sicherheitsfachhandel.

Weitere Informationen zum Kauf oder Einbau erhalten Sie im Internet unter www.rauchwarnmelder-lebensretter.de oder bei Ihrer Feuerwehr Esslingen.

Merkblatt zum Download "Rauchwarnmelder retten Leben" (981 KB)



Was tun wenn's brennt?

Was ist in einem Brandfall zu tun?

  • Ruhe bewahren und überlegt handeln
  • Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren
  • Entstehungsbrände nur dann bekämpfen, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr begeben
  • Türen schließen (nicht abschließen), um das Ausbreiten von Brandrauch zu vermeiden
  • Hilfsbedürftige und sich selbst in Sicherheit bringen
  • Mitbewohner warnen
  • Das Eintreffen der Feuerwehr abwarten

Zum Download steht Ihnen das Merkblatt "Verhalten im Brandfall" (gemäß DIN 14096, Teil A) neben deutsch und englisch hier in weiteren Sprachen zur Verfügung, es enthält die wichtigsten Hinweise für den Brandfall und soll erste Hilfestellungen geben.

Typ Name Datum Größe
pdf Verhalten im Brandfall Deutsch.pdf 16.06.2017 107 KB
pdf Behaviour in the event of a fire Englisch.pdf 16.06.2017 105 KB
pdf Que faire en cas d'incendie Franzoesisch.pdf 16.06.2017 108 KB
pdf Comportamento in caso d'incendio Italienisch.pdf 16.06.2017 106 KB
pdf Comportamiento en caso de incendio Spanisch.pdf 16.06.2017 106 KB
pdf Comportamento em caso de incêndio Portugiesisch.pdf 16.06.2017 107 KB
pdf Gedrag bij brand Niederlaendisch.pdf 16.06.2017 105 KB
pdf Ponašanje u slučaju požara Serbisch.pdf 16.06.2017 106 KB
pdf Postępowanie w razie pożaru Polnisch.pdf 16.06.2017 107 KB
pdf Sjellja në rast të zjarrit Albanisch.pdf 16.06.2017 106 KB
pdf Yangın durumunda hareket şekli Tuerkisch.pdf 16.06.2017 109 KB
pdf Συμπεριφορά σε περίπτωση πυρκαγιάς Griechisch.pdf 16.06.2017 113 KB
pdf Действия в случае пожарa Russisch.pdf 16.06.2017 113 KB
pdf Ի՞նչ անել հրդեհի դեպքում Armenisch.pdf 16.06.2017 136 KB
pdf Tevger a dema Şewatê Kurdisch.pdf 16.06.2017 109 KB
pdf Makabiliano wakati wa moto Swahili.pdf 16.06.2017 106 KB
pdf آگ لگنے کی صورت میں طرز عمل Urdu.pdf 16.06.2017 254 KB
pdf التصرف في حالة نشوب حريق Arabisch.pdf 16.06.2017 210 KB
pdf در صورت آتش گرفتگی Dari.pdf 16.06.2017 247 KB
pdf طرز رفتار در هنگام آتش سوزی Persisch Farsi.pdf 16.06.2017 217 KB
pdf आग लगने की स्थिति में Hindi.pdf 16.06.2017 232 KB


Brandschutz in der Urlaubszeit

Die Urlaubszeit ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Entspannung und Erholung lassen die persönlichen Energien wieder auftanken.

Doch die Si­cher­heits­stan­dards in ei­ni­gen Ho­tels – be­son­ders in ent­fern­te­ren Län­dern ent­spre­chen nicht dem Stan­dard, den wir hier ge­wohnt sind.

Da­her möch­ten wir Ih­nen fol­gen­de Tipps ge­ben, was Sie bei Brän­den in Ih­rem Ur­laubs­quar­tier be­ach­ten soll­ten:

  • Beachten Sie schon bei Ankunft im Hotel, wo sich Feuermelder und -löscher befinden. Erkunden Sie Fluchtwege und prüfen Sie, ob diese benutzbar sind. Notfalls müssen Sie sich hier auch bei Rauch und Dunkelheit orientieren können. Prüfen Sie, ob sich Ihr Zimmerfenster öffnen lässt und ob Sie auf diesem Weg im Falle eines Brandes flüchten können.
  • Sollte trotz aller Vorsicht in Ihrem Hotel tatsächlich ein Feuer ausbrechen, alarmieren Sie sofort die Hotelzentrale oder besser noch direkt die Feuerwehr. Verlassen Sie sich nicht auf andere.
  • Warnen Sie Ihre Zimmernachbarn! Sind Ihnen die Fluchtwege durch Feuer oder Rauch versperrt, schließen Sie sofort wieder die Zimmertür und machen Sie sich am Fenster bemerkbar.
  • Benutzen Sie im Brandfall niemals einen Aufzug! Er kann stecken bleiben.
  • Melden Sie sich nach Verlassen des Gefahrenbereichs sofort beim Hotelmanagement, damit die Feuerwehr nicht Weise nach Ihnen suchen muss.
  • Achten Sie auch bei Diskotheken-, Gaststättenbesuchen oder anderen Veranstaltungsräumen auf ausgewiesene Notausgänge. Bemerken Sie, dass diese zugestellt oder fest verschlossen sind, machen Sie das Personal darauf aufmerksam und meiden Sie künftig solche Lokalitäten.

Tiere in der Wohnung? Aufkleber informiert die Feuerwehr!

Der Hund im brennenden Wohnzimmer, das Schlangenterrarium im vollgelaufenen Keller, die Katze im Schlafzimmer der gestürzten Seniorin: Feuerwehrangehörige haben im Einsatz häufig mit Tieren zu tun, auch wenn sie nicht direkt Ursache des Alarms sind. Hier ist es hilfreich für die Einsatzkräfte, bereits vor dem Betreten einer Wohnung zu erfahren, ob und gegebenenfalls welche Haustiere sich hinter der Tür verbergen. In Kooperation mit der Tierorganisation „Vier Pfoten“ gibt es nun im Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) ein aus Notfallsticker und Notfallkarte bestehende Set für Haustierbesitzer.

Der Sticker informiert Einsatzkräfte über Art und Anzahl der Haustiere in der Wohnung oder im Haus. Er ist zum Anbringen an Haustür oder Türrahmen gedacht. Zweiter Teil des Sets ist eine Notfallkarte im Scheckkartenformat. Diese können die Tierbesitzer in ihren Ausweispapieren mit sich tragen; sie soll etwa nach einem Unfall darauf aufmerksam machen, dass sich Haustiere im Haushalt befinden und jemand kontaktiert wird, der sich um diese kümmert.

„Diese Aktion ist das Ergebnis einer Kooperation des DFV mit dem Schweizerischen Feuerwehrverband (SFV) und dem Österreichischen Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV). Tierrettung aus Lebensgefahr ist über Ländergrenzen hinweg eine wichtige Aufgabe der Feuerwehr!“, freut sich DFV-Präsident Hartmut Ziebs über die produktive Zusammenarbeit.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.save-my-pet.com. Dort gibt es auch den Informationsflyer mit Aufkleber und Notfallkarte zu kaufen (8,50 Euro pro Stück). Das Versandhaus des DFV (www.feuerwehrversand.de) übernimmt den exklusiven Vertrieb in Deutschland und Österreich.



Feuer aus und dann?

Ein Brand in Ihrer Wohnung / Ihrem Haus konnte gelöscht werden. Zurückgeblieben sind Brandrückstände, wie angebrannte oder verkohlte Einrichtungsgegenstände, Teppiche, Tapeten, Geräte, Elektrokabel und evtl. Bauschutt, die rußverschmutzt sind.

Mit dieser Empfehlung wollen wir Ihnen eine Orientierungshilfe für den Umgang mit der erkalteten Brandstelle geben. Es werden Maßnahmen für die Brandschadensanierung aufgezeigt und auf die Grundzüge einer sachgerechten Aufräumung und Entschuttung der Schadenstelle hingewiesen.

Nutzen Sie auf jeden Fall die Erfahrung und Hilfe Ihres Wohngebäude- bzw. Hausratversicherers und melden Sie diesem unmittelbar den eingetretenen Schaden.

Bitte denken Sie daran, alle weiteren Maßnahmen mit Ihrer Hausverwaltung bzw. Ihrem Vermieter und dem Versicherer abzustimmen, um mögliche Nachteile bei der Schadenregulierung zu vermeiden.

Als Orientierungshilfe zum Download das Merkblatt "Es hat gebrannt. Was nun?" (1,3 MB)


Kohlenmonoxid - unsichtbare Gefahr

CO = Kohlenmonoxid: geruchslos, gemacklos, farblos - sehr gefährlich!

Vor allem während der Heizperiode des Winters 2011/2012 wurden die deutschen Feuerwehren wiederholt zu Einsätzen mit Vergiftungen durch Kohlenstoffmonoxid, chemische Schreibweise „CO“, alarmiert.

Wie groß ist die Gefahr durch Kohlenstoffmonoxid?

Das Spektrum der Einsätze reichte von Unfällen durch defekte Gasthermen, Fehlbedienung von Kaminöffen bis zum „Indoor“-Grillen.

In fast allen Fällen erkannten die Betroffenen die Gefahr nicht oder zu einem Zeitpunkt, an dem schon deutliche Folgen einer akuten Vergiftung eingetreten waren.

Die Folge waren einzelne Todesfälle oder oft mehrere Verletzte pro Einsatz, bei denen – trotz umfangreicher Therapie – nicht immer Spätfolgen dieser Vergiftung abgewendet werden konnten.

Wo entsteht Kohlenstoffmonoxid in meinem Haushalt?

Kohlenstoffmonoxid entsteht bei Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen, z.B. Holz, Kohle, Papier, Erd- und Flüssiggas oder vieler Kunststoffe im Fall einer nicht ausreichenden Sauerstoffzufuhr.

Da Verbrennungsreaktionen in der Natur und Technik niemals in allen Bereichen der Flamme das ideale Mischungsverhältnis aus Brennstoff und Sauerstoff bieten, entsteht zwangsläufig bei jeder Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen – zumindest in Spuren – Kohlenstoffmonoxid.

Normalerweise ist das kein Problem, wenn Sie z.B. den Holzkohlegrill im Freien benutzen, ihre Heizung ordnungsgemäß funktioniert und die Abgase über den Kamin abgeleitet werden. Gefährlich wird es erst, wenn Kohlenmonoxid in großen Mengen entsteht und es sich in Aufenthaltsräumen von Menschen und Tieren anreichert.

Mögliche Gefahren bestehen an einer Heizungsanlage durch:

  • Defekte oder mangelnde Wartung
  • verlegte Schornsteinauslässe, z.B. durch Sturmschäden, Vogelnester
  • undichte Schornsteinanschlüsse
  • verstopfte oder verbaute Schornsteine, z.B. durch nachträglich eingebrachte Rohrleitungen
  • Zu wenig Zuluft durch verschlossene Tür- und Fensteröffnungen zur Heizungsanlage oder durch den Betrieb von (Abluft)-Wäschetrocknern oder Lüftungsgeräten in unmittelbarer Nähe zur Heizung
  • Verkleben der Brennersteuerung bei Gasthermen in Badezimmern durch Haarspray
  • Nicht fachgerechte Nachinstallation von Kaminöfen, z.B. durch Eigenbau
  • Grillen mit Holzkohle in geschlossenen Räumen

Umgang mit Ethanol-Kaminen

Kamine ohne Schornstein werden immer beliebter. Einfach aufbauen und loslegen – so der Anschein. Doch der unsachgemäße Umgang kann enorme Gefahren mit sich bringen. Daher gilt vor Kauf und Betrieb eines Ethanol-Kamins: Sicherheit steht an erster Stelle.

Einen gemütlichen, wohlig warmen Kamin versprechen sogenannte Bio-Ethanol-Kamine. Das ist grundsätzlich auch nicht falsch, denn wo Feuer ist, ist auch Wärme. Allerdings entsteht beim Verbrennen des Ethanols Kohlenstoffdioxid und Wasser. Deswegen muss immer ausreichend gelüftet werden.

Die folgenden Hinweise sollen helfen, Gefahren durch Ethanol-Kamine zu vermeiden:

  • Informieren Sie sich am besten schon vor dem Kauf eines Ethanol-Kamins über mögliche Gefahren beim Umgang damit. Lassen Sie sich beim Kauf von einem Fachmann beraten.
  • Prüfen Sie grundsätzlich, ob offene Flammen in Ihrem Haushalt überhaupt einen sicheren Platz finden.
  • Wenn Ethanol oder andere brennbare Stoffe außerhalb des Kamins in Brand geraten, verständigen Sie in jedem Fall die Feuerwehr unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112, bringen Sie sich und andere in Sicherheit und unternehmen Sie Löschversuche nur dann, wenn Ihnen dies ohne große Gefahr möglich ist. Das geht beispielsweise mit einem Feuerlöscher. Ist kein Feuerlöscher im Haus, kann eine schwere Baumwolldecke helfen, den Brand zu löschen. Besser ist eine spezielle Löschdecke.
  • Befüllen Sie den Kamin nicht, während dieser brennt oder noch heiß ist.
  • Befüllen Sie das Ethanol-Gefäß nie über die angegebene maximale Füllmenge hinaus. Füllen Sie den Brennstoff erst kurz vor dem Entzünden ein, da sich sonst erhebliche Mengen brennbarer Gase bilden, die zu gefährlichen Stichflammen führen können.
  • Nur Ethanol verwenden. Kaufen Sie möglichst reines und damit schadstofffreies Ethanol. Verwenden Sie in keinem Fall andere Brennstoffe.
  • Lassen Sie das Feuer nicht aus den Augen. Verlassen Sie insbesondere nicht Haus oder Wohnung, während der Kamin noch brennt. Gehen Sie auch nicht zu Bett, solange die Flamme noch nicht erloschen ist.
  • Sorgen Sie für ausreichend Abstand zwischen dem Kamin und brennbaren Materialen in der Wohnung.
  • Beim Verbrennen von Ethanol entsteht Wasser und Kohlenstoffdioxid. Das heißt, die Luft wird feuchter und schneller verbraucht. Lüften Sie daher ausreichend und regelmäßig.
  • Der Brennstoff gehört nicht in die Hände von Kindern.

Vorsicht beim Umgang mit Elektrizität

Wir möchten hiermit Hausfrauen und Hausmänner, Heim- und Handwerker gleichermaßen ansprechen. Bitte merken Sie sich: Elektrizität ist einer der häufigsten Brandstifter, sie ist brand- und lebensgefährlich.

Worauf ist zu achten:

  • Nur Elektrogeräte mit dem VDE oder GS-Zeichen verwenden. Arbeiten an Elektroleitungen und -geräte sind Sache des Fachmannes.
  • Elektrische Geräte beim Verlassen des Raumes abstellen, besser noch ausstecken (denken Sie dabei besonders an Bügeleisen, Herdplatten, Fritteusen, Toaster, Tauchsieder usw.)
  • Kabel und Stecker regelmäßig überprüfen.
  • Tauchsieder und andere Elektrowärmegeräte möglichst mit Schutztemperaturbegrenzer und auf feuerfesten Unterlagen benützen.
  • Heizgeräte nur mit Sicherheitsabstand zu Möbeln und Gardinen betreiben.
  • Keine Sicherungen selbst reparieren.
  • Steckdosen nicht durch unzulässige Abzweigstecker erweitern.
  • Beim Auswechseln von Glühbirnen auf die richtige Watt-Zahl achten.
  • Bohren und Nageln in senkrechter oder waagrechter Linie zu Steckdosen oder elektrischen Schaltern ist lebens- und brandgefährlich. Ein „Leitungssuchgerät“ hilft.

Brandrisiko Mehrfachsteckdosen!

Bei unsachgemäßer Verwendung oder bei mangelnder Qualität bergen Mehrfachsteckdosen große Brandrisiken. Die vor allem in Privathaushalten weit verbreiteten Steckdosenleisten können sich bei elektrischer Überlastung entzünden und damit zur tödlichen Gefahr werden.

Gefährlich wird es immer dann, wenn zu viele Geräte mit hoher Stromaufnahme an einer Steckdosenleiste angeschlossen sind. Heizlüfter, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler oder Haushaltgrills gehören nicht an Mehrfachsteckdosen. Infolge einer Überlastung kann bei diesen Geräten Wärme entstehen, die schließlich einen Brand auslösen kann. Mehrfachsteckdosen sind auf eine Leistung von rund 3.000 bis 3.500 Watt ausgelegt, ein Heizlüfter liegt schon bei 1.500 bis 2.000 Watt.

Wichtig bei der Nutzung von Mehrfachsteckern ist, dass die Leiste nicht abgedeckt ist oder beim Betrieb in Kartons oder hinter Möbeln verschwindet. Auch dürfen Steckdosenleisten niemals hintereinander geschaltet werden. In Nassräumen wie Bädern oder im Spülbereich der Küche müssen Mehrfachsteckdosen grundsätzlich vermieden werden. Werden Strom durchflossene Steckdosen feucht oder läuft gar Wasser, beispielsweise aus einem tropfenden Wasserhahn, auf die stromführenden Teile, bedeutet das eine akute Brandgefahr.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat einen Film zu den Risiken im Umgang mit Elektrizität und zur Vermeidung von kritischen Situationen veröffentlicht.

Risiken im Umgang mit Elektrizität und Vermeidung von kritischen Situationen



Stromausfall - was tun?

Was tun wenn die Energie ausfällt

Wissen Sie, wie abhängig Sie von Strom, Gas, Öl oder Fernwärme sind? Was passiert, wenn alles ausfällt? Das Telefon ist tot, die Heizung springt nicht an, warmes Wasser fehlt, der Computer streikt, die Kaffeemaschine bleibt aus, das Licht ist weg. Die Aufzählung können Sie beliebig erweitern. Schnell merken Sie, wie abhängig Sie von elektrischer Energie sind.

In der Regel werden Stromausfälle in wenigen Stunden behoben. Aber es kann in Notsituationen durchaus auch einmal Tage dauern, bis der Strom wieder verfügbar ist.

Richtig handeln beim Energieausfall

  • Mit warmer Kleidung lässt sich die Heizung eine Zeitlang ersetzen. Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz im Haus haben.
  • Halten Sie einen Vorrat an Kerzen und Taschenlampen (z. B. eine Kurbeltaschenlampe oder auch Solar- und LED-Leuchten) sowie Ersatzleuchtmittel, Batterien, Streichhölzer oder Feuerzeuge, Kerzen usw. im Haus.
  • Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem Campingkocher zubereiten.
  • Nutzen Sie einen Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Vorsicht! Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen – es besteht Erstickungsgefahr!
  • Sorgen Sie dafür, dass die Akkus an Computern, Mobiltelefonen, Telefonen usw. geladen sind. Solarbetriebene Batterieladegeräte können eine Hilfe sein.
  • Denken Sie daran, eine ausreichende Bargeldreserve im Haus zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
  • Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio bereit. Lesen Sie hierzu das Kapitel „Im Notfall auf dem Laufenden bleiben“.

Weitere Tipps finden Sie auch in dem Merkblatt „Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe“



Bevölkerungsschutz in Deutschland

Mit dem Ende des kalten Krieges und der Auflösung der bipolaren Weltordnung zu Beginn der 90er-Jahre wurde der deutsche Zivilschutz den außenpolitischen Rahmenbedingungen angepasst.

Bedrohung

Neue Formen der Bedrohung und weniger beachtete Risiken haben inzwischen an Bedeutung gewonnen. Tiefgreifende sicherheitspolitische Veränderungen, bedingt durch ethnische Konflikte, politischer Extremismus und religiöser Fundamentalismus können zu regionalen Krisen eskalieren. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben auf drastische Weise verdeutlicht, wie verletzlich unsere hochkomplexe Gesellschaft und deren kritische und versorgende Infrastrukturen sind. Aber auch andere Ereignisse, wie besonders schwere Havarien und Unfälle sowie Naturrisiken bedrohen die Infrastruktur.

Stürme wie der Orkan „Lothar“ und meteorologische Extremereignisse wie das Hochwasser 2002 an der Elbe und 2005 in Bayern haben diese Gefahr ebenso veranschaulicht, wie das tragische, wenn auch für die Bewohner der Bodenseeregion insgesamt noch glimpfliche verlaufende Flugzeugunglück von Überlingen.

Der Bund hat durch die Hinzuziehung von Experten begonnen, konzeptionelle Überlegungen zur Weiterentwicklung der zivilen Sicherheitsvorsorge in Deutschland zu erarbeiten. Diese wurden von der Innenministerkonferenz im Jahre 2002 als "Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland" verabschiedet.

Strategie zum Schutz der Bevölkerung

Feuerwehren und Rettungsdienste bilden flächendeckend das Rückrat der lokalen Gefahrenabwehr.

Die Länder verstärken und unterstützen die kommunalen Einrichtungen und Einheiten bei der Vorsorge und Abwehr von Gefahren, vorrangig im überörtlichen und überregionalen Einsatz.

Der Bund sorgt darüber hinaus für den Schutz der Bevölkerung vor Gefahren und Risiken, die von Krisen, militärischen Konflikten und Kriegen ausgehen. Zu diesem Zwecke unterhält der Bund spezielle Ressourcen, ergänzt den Katastrophenschutz der Länder und leistet durch die Bundesanstalt „THW“ und die Bundeswehr ggf. Amtshilfe.

Selbstschutz als zentrales Element des Bevölkerungsschutzes

Ein wichtiges Glied in der Gefahrenabwehr und Notfallvorsorge ist der Bürger selbst. Er muss das richtige Verhalten in Notsituationen kennen und sich bis zum Tätigwerden der Hilfsdienste selbst helfen und versorgen können.

Bei außergewöhnlichen Schadenslagen wird das Gefahrenmanagement u.U. gar nicht in vollem Umfang und sofort zur Hilfeleistung für jeden einzelnen Bürger zur Verfügung stehen können. Bei Ereignissen wie Erdbeben, Epidemien usw. muss damit gerechnet werden, dass Teile des professionellen Hilfeleistungssystems ausgeschaltet und nicht einsatzfähig sind.

Dann kommt es umso mehr auf die Fähigkeiten der Bürger an, sich und andere Menschen in unmittelbaren Umfeld zunächst selbst zu schützen und Hilfeleistungen durch zu führen.

Persönliche Notfallvorsorge

Bereiten Sie sich auf den Fall der Fälle vor, damit die wichtigen Dinge im Notfall nicht fehlen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet Ihnen zu diesem Thema folgende Merkblätter an.

Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
Meine persönliche Checkliste



Unwetter und Gewitter - was tun?

Nach der Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist in Deutschland verstärkt mit Unwettern und Gewittern zu rechnen.

Im weiteren Verlauf erhalten Sie Hinweise, wie Sie sich und andere dabei schützen können.

Allgemeine Hinweise

Bei schweren Gewittern, Sturmböen oder auch Wirbelstürmen bleibt durch die Unwetterwarnungen in den Medien vielfach genug Zeit, die Gefahren zu reduzieren und Schäden zu vermeiden oder zu mindern. Dabei ist es wichtig, dass Sie die Möglichkeit nutzen, die Wetterberichte zu verfolgen und ggf. Unwetterwarnungen zu befolgen.

Beachten Sie bitte stets auch die aktuellen Wetterwarnungen des DWD.

Generell sollten Sie bei Unwettern griffbereit haben:

  • Ein netzunabhängiges UKW-Radio mit ausreichenden Batterien.
  • Eine netzunabhängige Lichtquellen wie Taschenlampen und Kerzen.
  • Notgepäck und wichtige Dokumente für den Fall, dass Sie ihre Wohnung verlassen müssen.

In der Dokumentensicherung sollte eine Dokumentation Ihres Eigentums z. B. in Form von Fotos enthalten sein. Wird Ihr Haus oder Fahrzeug bei einem Unwetter beschädigt, kann dies für den Nachweis bei der Versicherung hilfreich sein.

Zur Vorbereitung auf Sturm und Unwetter sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Sichern Sie außenstehende Mülltonnen und schließen Sie Gartenmöbel weg. Bringen Sie auch Blumentöpfe und andere bewegliche Gegenstände auf Balkonen und Dachterrassen in Sicherheit.
  • Parken Sie Ihren Wagen in der Garage oder mit großem Abstand von Häusern sowie Bäumen. Je höher die gefährlichen Objekte, desto länger sollte der Abstand sein.
  • Präventiv können Hausbewohner vor allem das Dach schützen, das einem Sturm viele Angriffsflächen bietet. Ziegel mit Sturmhaken sichern die Dachdeckung vor Windsog, der vor allem an den Rändern und dem Dachfirst auftritt. Auch Kaminabdeckungen, Antennen und Satellitenschüsseln sollten regelmäßig auf ihre Stabilität überprüft werden.


Verhalten bei einem Unwetter

  • Während eines Unwetters oder Sturms sollten Sie sich nicht draußen aufhalten, sondern in festen Gebäuden Schutz suchen. Werden Sie im Freien überrascht und können kein Gebäude mehr aufsuchen, so suchen sie möglichst eine Mulde oder einen Graben auf, legen Sie sich mit dem Gesicht erdwärts und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen.
  • Versuchen Sie auf Ihrem Weg in ein Gebäude einen Bogen um Wälder und Freileitungen zu machen. Bevor Sie in die Nähe eines Hauses kommen, kann ein Blick nach oben lebenswichtig sein. Denn häufig lösen sich Dachziegel und werden auf den Boden geschleudert.
  • Meiden Sie ebenfalls die Nähe von Baugerüsten und baufälligen Häusern, von denen sich Gerüst- und Fassadenteile lösen könnten.
  • Schließen Sie im Inneren des Gebäudes Fenster und Türen sowie Rollläden oder Fensterläden.
  • Halten Sie sich von Öffnungen fern, die nicht auf diese Art zusätzlich geschützt werden können, wie z. B. Dachluken.
  • Suchen Sie bei einem Wirbelsturm möglichst einen tief liegenden Raum, z. B. Keller oder einen innen liegenden Raum Ihres Wohnbereiches auf. Kraftfahrzeuge, Wohnwagen und leichte Gebäude wie Holzbauten bieten möglicherweise keinen ausreichenden Schutz.
  • Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie z. B. Hallen.

Verhalten bei starken Regenschauern:

  • Halten Sie Türen und Fenster geschlossen, damit keine Regenböen Wasser in den Wohnbereich drücken können, bedenken Sie evtl. vorhandene Dachluken.
  • Achten Sie darauf, dass in Ihrer Wohnung kein Durchzug entstehen kann, der bei plötzlich zuschlagenden Türen oder Fenstern zu Schäden führt.
  • Bedenken Sie, dass starker Wind das Regenwasser schräg durch Öffnungen eindringen lassen kann und hierdurch eventuell elektrische Geräte oder Anschlüsse gefährdet werden könnten.
  • Bei sehr starken Niederschlägen könnte Wasser in die tiefer gelegenen Räume (Keller) eindringen, ggf. sollten Sie elektrische Geräte im Kellerbereich vom Netz nehmen und durch Wasser gefährdete Sachen erhöht lagern. Bei Freisetzung gefährlicher Substanzen, wie z. B. Heizöl, verständigen Sie die Feuerwehr.
  • Bei starken Niederschlägen kann die Kanalisation überfordert werden und das Wasser fließt möglicherweise nur langsam ab, so dass Straßen überflutet sein können. Beachten Sie, dass dadurch Schäden in der Straßendecke oder vom Wasserdruck angehobene Kanaldeckel bedeckt sind und somit zu einer Gefahr werden können.

Verhalten bei Gewitter

Bei Gewittern, bei denen es zu Blitzentladungen kommt, die ein hohes elektrisches Potenzial freisetzen, treten zusätzliche Gefahren auf.

Beachten Sie hierbei:

  • Blitzentladungen suchen sich einen hohen Punkt, z. B. aufragende Bäume, Masten, Antennen und dergleichen. Halten Sie sich von solchen Objekten fern.
  • Werden Sie im Freien (z. B. auf einer Wiese) überrascht, machen Sie sich so klein wie möglich. Gehen Sie in die Hocke auf die Zehenspitzen mit möglichst eng aneinander stehenden Füßen oder suchen Sie Schutz in einem Gebäude.
  • Verlassen Sie ihr Kraftfahrzeug nicht und berühren Sie im Inneren keine blanken Metallteile. Das Fahrzeug wirkt wie ein Farradayscher Käfig und leitet elektrische Entladungen ab, so dass Sie im Fahrzeuginnenraum geschützt sind.
  • Halten Sie zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern.

Durch die elektrische Entladung eines Blitzes kann es im Stromnetz zu Überspannungen kommen. Sofern Ihre Sicherungen keinen ausreichenden Überspannschutz haben, können Sie elektrische Geräte durch Stromleisten mit integriertem oder zwischengeschaltetem Überspannungsschutz gegen Überlastung schützen.

Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Blitzschutzanlage Ihres Hauses, da der Blitzschlag über das Stromnetz für Überspannung sorgen kann. Ggf. nehmen Sie empfindliche elektrische Geräte, wie Fernseher oder Computer, vom Netz.

Ein Blitzeinschlag in das Mauerwerk eines Gebäudes kann dieses erheblich beschädigen. Feuchtigkeit in einer Mauer wird durch den Blitzschlag eventuell verdampft. Es entsteht extremer Druck, der zu Rissen und Brüchen führen kann, welche die Tragfähigkeit erheblich beeinflussen können.

Wenn Sie Haus- oder Nutztiere haben, bedenken Sie bitte, dass die Tiere durch ein Unwetter stark verängstigt werden können. Versuchen Sie beruhigend auf die Tiere einzuwirken, wenn die Umstände dies zulassen und achten Sie darauf, dass die Tiere den schützenden Bereich nicht verlassen können.



Gefahren beim Grillen - Hinweise für sicheres Grillen

Allgemeines

Kaum klettern die Temperaturen am Thermometer, beginnt wieder die Grillsaison. Doch Fehler beim Anzünden oder beim Betreiben des Grills können sich „brandheiß“ oder sogar lebensgefährlich auswirken. Eine „abgebrannte“ Gartenparty oder äußerst schwere und schmerzhafte Verbrennungen (von Körperteilen) sind keine Seltenheit. Im Extremfall kann es sogar zu einem tödlichen Unfall kommen. Kinder sind besonders gefährdet, weil sie die Gefahren nicht einschätzen können. Verdeutlichen kann man sich die Gefahren daran, dass die aus dem Grill lodernden Flammen ca. 800 Grad Celsius, die Glut und das Rost ca. 500 Grad Celsius und das Gehäuse eines Metallgrills noch ca. 400 Grad Celsius Temperatur haben.
Deshalb sollten die folgenden Ausführungen beachtet werden.

Was sind die häufigsten Unfall- und Schadensursachen?

  • Stichflammenbildung beim An- oder Nachzünden durch explosionsartige Entzündung von gefährlichen brennbaren Flüssigkeiten, wie z. B. Benzin, Spiritus oder Petroleum
  • unüberlegte und gedankenlose Aufstellung des Grills, z. B. ohne Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien
  • Funkenflug durch Wind oder künstliche Luftzufuhr, z. B. durch einen Föhn

Brandschutztipps für ein unbeschwertes Grillvergnügen

  • Benutzen Sie nur einen standsicheren Grill.
  • Achten Sie auf einen feuerfesten Untergrund.
  • Halten Sie genügend Abstand zu Feld und Wald und anderen brennbaren Materialien. Achten Sie darauf, dass keine Glut vom Wind verweht wird.
  • Grillen sie nie in einem Raum ohne Zu- und Abluft, denn es besteht Erstickungsgefahr.
  • Niemals Benzin, Spiritus, Petroleum oder andere leicht brennbare Flüssigkeiten zum Anzünden des Grills verwenden oder in die Glut schütten. Die explosionsartige Stichflammenbildung kann enorme Ausmaße annehmen und schwerste Verbrennungen verursachen. Werden brennbare Flüssigkeiten aus einer Flasche in den Grill gespritzt, besteht besondere Gefahr. Bei den häufig vorkommenden Rückzündungen wird dann auch noch der Flascheninhalt explosionsartig entzündet.
  • Nur ungefährliche und sicherheitsgeprüfte Grillanzünder verwenden. Gut geeignet und überall erhältlich sind z.B. Grillanzünder aus Trockenspiritus, Anzündgel, Zündwürfel usw.

  • Beim Gasgrill unbedingt darauf achten, dass die Anschlüsse dicht sind. Verbindungsschlauch nicht der Hitze aussetzen. Achten Sie auf die Flamme. Erlöscht diese unbeabsichtigt, kann weiter Gas austreten, das brand- und explosionsgefährlich ist.
  • Grill nie unbeaufsichtigt lassen. Besondere Vorsicht ist bei starkem Wind oder beispielsweise herumtollenden Hunden erforderlich. Ansonsten kann sich ein noch so kleines Grillfeuer schnell ausweiten und die Glut danebenstehende Personen treffen.
  • Löschmittel bereithalten. Einen Eimer Wasser, Sand oder einen Feuerlöscher bereithalten. Selbst ein bereitgelegter Gartenschlauch kann im Notfall eine nützliche Hilfe sein. 
  • Besonders auf Kinder achten. Immer die Kinder im Blickfeld haben, denn sie sind neugierig und kennen die Gefahren nicht. Der Grillbereich ist kein Spielbereich! Dies wird besonders dann häufig vergessen, wenn in geselliger Runde Alkohol mit von der Partie ist. Die Erwachsenen sollten den Kindern richtiges Verhalten beibringen, die Gefahren beim Grillen erklären und ihnen mit gutem Beispiel voran gehen.
  • Bei Brandverletzungen sofort Erste Hilfe leisten. Brandwunden sofort längere Zeit mit Wasser kühlen und anschließend steril abdecken. Größere Verbrennungen sind ein Fall für den Notarzt. Auch bei kleineren Verbrennungen einen Arzt aufsuchen, insbesondere wenn ein Kind betroffen ist.



Tipps für Eltern

Liebe Eltern, noch immer verbrennen sich 3000 Kinder pro Jahr in Deutschland so schwer, dass sie lebenslange Narben davontragen. Wir wollen ihnen helfen, ihr Kind und ihre Familie vor solchen Unfällen zu schützen!

Bedenken Sie:

Schon 52° Celsius heißes Wasser schädigt die Haut. Der Inhalt einer Tasse kann bis zu 30% der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes verbrühen. Jedem unserer Ratschläge liegt ein Verbrennungs- oder Verbrühungsunfall zugrunde, der Kindern passiert ist. Die Folgen sind immer schrecklich. Viele dieser Unfälle hätten vermieden werden können. Bitte lesen Sie daher die folgenden Seiten aufmerksam.

Gefahren in der Küche

  • Stellen Sie Tassen oder Kannen mit heißen Getränken weit weg vom Rand des Tisches. Verwenden Sie keine herunterhängenden Tischdecken.
  • Achten Sie bei Tauchsiedern und Wasserkochern auf herabhängende Kabel.
  • Trinken, essen Sie niemals etwas Heißes, wenn das Kind auf Ihren Schoß sitzt oder Sie es auf dem Arm haben. Kinder versuchen, die Tasse, das Glas, den Teller zu erreichen, um zu sehen, was darin ist.
  • Kochen Sie auf den hinteren Herdplatten. Sichern sie den Herd mit einem Gitter, damit Ihr Kind nicht auf die heiße Platten fassen oder Töpfe mit heißem Inhalt auf sich herabziehen kann.
  • Stellen Sie Töpfe und Pfannen immer mit Griff nach hinten auf den Herd.
  • Wenn Fett in der Pfanne zu brennen beginnt, ersticken Sie es durch Abdecken mit einem Deckel, niemals mit Wasser löschen, sonst kommt es zu einer Fettexplosion!
  • Fläschchen und Brei aus der Mikrowelle fühlen sich oft nur lauwarm an, der Inhalt aber ist kochendheiß. Rühren Sie gut um und probieren Sie vor dem Füttern.

Gefahren im Bad

  • Lassen Sie niemals nur heißes Wasser einlaufen, kontrollieren Sie die Badewassertemperatur.
  • Lassen Sie den Heißwasserregler nie auf ganz heiß stehen! Das Kind könnte sich beim Öffnen des Hahns verbrühen.
  • Füllen Sie in Wärmeflaschen kein heißes Wasser über 50° Celsius und verschließen Sie sie gut.
  • Lassen Sie Eimer oder Wannen mit heißen Flüssigkeiten nicht auf dem Boden stehen. Kinder können darüber stolpern und hineinfallen.
  • Bleiben Sie bei ihrem Kind, wenn es inhalieren muss. Es zieht sich leicht versehentlich die Inhalierflüssigkeit zusammen mit dem Handtuch vom Tisch.

Vorsicht beim Umgang mit dem Feuer

  • Lassen Sie Kinder nie allein mit offenem Feuer, Kerzen, etc.
  • Schleißen Sie Streichhölzer oder Feuerzeuge konsequent weg, um Ihr Kind nicht in Versuchung zu führen.
  • Schalten Sie ihr Bügeleisen ab, wenn Sie den Raum verlassen und ziehen Sie den Stecker heraus.
  • Sichern Sie sehr heiße Heizkörper und Heizungsrohre.
  • Heizdecken gehören nicht in Kinderbetten. Ihr Kind kann Ihnen nicht sagen, wenn es zu heiß wird.
  • Geben Sie Ihrem Kind keine Wunderkerzen in die Hand. Funken können die Kleidung in Brand setzen.
  • Achten Sie beim Kauf von Faschingskleidung und Stoffen auf das Gütesiegel 'CE', sonst können darin leichtentflammbare Fasern enthalten sein.
  • Leim und andere lösliche Kleber können sich mit Luft verbinden und beim kleinsten Funken verpuffen.
  • Laufen Sie nicht durch Feuerstellen, auch wenn sie gelöscht aussehen. Sie sind oft noch heiß.
  • Vorsicht bei Lagerfeuern: Mückenspray etc. kann brennen!

Strom

  • Drachen nie in der Nähe von Strommasten steigen lassen
  • Kinder können Stromkabel durchbeißen oder durchschneiden.
  • Versehen Sie Steckdosen mit Kindersicherungen
  • Vorsicht bei elektrischen Geräten in der Nähe von Wasser.
  • Nicht auf Züge und Hochspannungsmasten klettern, kein S-Bahn-Surfen! Es braucht keinen direkten Kontakt: bei genügend hoher Luftfeuchtigkeit können Lichtbögen auch 1-2m weit überspringen!

Verätzungen

  • Lagern Sie Putzmittel und Medikamente für Kinder unerreichbar.
  • füllen Sie giftige oder ätzende Flüssigkeiten nie in harmlose Flaschen.

So schützen Sie ihr Kind

  • Sichern Sie die Gefahrenquellen rechtzeitig.
  • Verbote reizen! Erklären und Einüben ist der bessere Schutz: Üben Sie mit Ihrem Kind das Anzünden und Löschen von Streichhölzern, Kerzen, Lagerfeuern, etc.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Gießen Sie niemals Spiritus auf zu langsam brennende Grillfeuer! Zündeln Sie nicht mit Adventszweigen etc.
  • Erklären Sie Ihrem Kind: Wenn es brennt, musst Du fliehen und laut „Feuer“ schreien! Kinder neigen dazu, sich zu verstecken oder das Lieblingsspielzeug zu retten.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind die möglichen Fluchtwege und üben Sie sie immer wieder.
  • Rauch ist gefährlicher als Feuer: Am Boden kriechen kann es besser atmen, als aufrecht gehend.
  • Üben Sie mit Ihrem Kind das Alarmieren der Feuerwehr: 112  (siehe Der richtige Notruf)

Folgen von Verbrennungen

  • Die Verletzung der Haut nach Verbrennungen und Verbrühungen sind abhängig von Höhe der Temperatur und der Dauer der Einwirkung.
  • Die Haut besteht aus drei Schichten: der Oberhaut, der viel dickeren Lederhaut und dem Unterhautfettgewebe. Je nach Tiefe der Verletzung bezeichnet man die Verletzung als erst-, zweit-, oder drittgradig.
  • Die Ausdehnung der Verletzung kann so errechnet werden: eine Handfläche inklusive Finger des Kindes entspricht 1% seiner Körperoberfläche.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier


Information zu Wespen

Ein Wespennest wird nicht mehr von der Feuerwehr beseitigt. Vielmehr ist dies Sache von Schädlingsbekämpfern.

Zwischen Mai und September melden sich bei den Feuerwehren viele besorgter Bürger, die sich durch Wespen gestört oder bedroht fühlen. Grund des Anrufs sind Wespennester, die oft in Rollladenkästen, im Dachvorsprung oder in Mauernhohlräumen, Hecken und Büschen entstanden sind.

Wespen stehen seit einiger Zeit unter Naturschutz und dürfen deshalb in der Regel nicht vernichtet werden. Wenn möglich müssen die Wespen umgesiedelt werden. Nur in Ausnahmefällen, wenn die Umsiedelung technisch beziehungsweise praktisch nicht durchführbar ist und eine erhebliche Gefährdung oder Störung für Menschen oder Tiere ist, ist die Vernichtung zulässig.

Wenn man unter Berücksichtigung des Naturschutzgesetzes ein Wespennest selbst beseitigen will, erhält man auch geeignete Mittel bei den Fachmärkten für Bau oder Landwirtschaft. Allerdings sollte äußerst vorsichtig vorgegangen werden.

Bitte wenden Sie sich daher besser an einen gewerblichen Schädlingsbekämpfer (z.B. in den Gelben Seiten)


Garten-, Nutz- und Lagerfeuer - Was ist zu beachten

Grundsätzlich gilt, dass in der Zeit von März bis Oktober im Wald kein offenes Feuer entzündet werden darf. Auch das Rauchen ist zu dieser Zeit im Wald verboten.

Außerhalb des Waldes und entfernt von Wohngebieten, ist es unter Umständen unter Einhaltungen der Bestimmungen (250m weg vom Wald, Gebäuden und Kreisstraßen) gestattet Feuer zu machen, jedoch nur für den Zweck der Grünschnittverbrennung oder im Falle eines Lagerfeuer (hierzu zählen auch Osterfeuer oder Martinsfeuer). Auf keinen Fall dürfen jedoch andere Abfälle als Grünschnitt verbrannt werden wie z.B. Plastik, Gummi oder ähnliches, da dies illegal ist und eine Strafanzeige nach sich ziehen kann.

Beachten Sie bitte, dass die Feuerwehr keine Genehmigungen hierzu erteilen kann.

Die Feuerwehr muss und wird Feuermeldungen, auch wenn es sich um ein genehmigtes Nutzfeuer handelt, in jedem Fall nachgehen. Anhand der eingehenden Meldung ist es für die Feuerwehr nicht ersichtlich, ob es sich um ein Nutzfeuer handelt oder ob in näherer Umgebung nicht vielleicht eine Gartenhütte in Flammen steht.


Sicherheitstipps in der Advents- und Weihnachtszeit

Sicherheitstipps in der Advents- und Weihnachtszeit

In der Advents- und Weihnachtszeit steigt das Brandrisiko in den Wohnungen stark an. Das erhöhte Einsatzaufkommen der Feuerwehr erstreckt sich dabei vom angebrannten Essen, brennenden Adventskränzen bis hin zum ausgedehnten Wohnungsbrand durch entzündete Weihnachtsbäume oder Weihnachtsgestecke.

Viele dieser Brände sind durch sachgerechten Umgang und vorbeugende Maßnahmen zu vermeiden. Nicht nur das Brandrisiko ist in dieser Zeit ein Thema, sondern auch Stromschläge durch defekte elektrische Lichterketten.

Gefahrenquelle - Kerzen

  • Vergessene oder ohne Aufsicht abbrennende Kerzen auf Adventskränzen oder Weihnachtsbäumen. Gerade geschmückte, trockene Weihnachtsbäume bieten ein enormes Brandpotential.
  • Kinder, die unbeaufsichtigt in der Nähe von brennenden Kerzen spielen
  • Unachtsamkeit beim Auspacken von Geschenken, wenn das leichtentzündliche Geschenkpapier in die Flammen von Kerzen gerät
  • Kerzen brennen zu weit ab
  • Räucherkerzen werden noch glimmend im Mülleimer entsorgt

Maßnahmen, um Gefahrenquellen zu vermeiden bzw. Gefahrenpotential zu verringern

  • Kerzen niemals unbeaufsichtigt abbrennen lassen
  • Kerzen frühzeitig wechseln, d.h. nur zu einem gewissen Maße abbrennen lassen
  • Kerzen müssen standsicher aufgestellt werden. Die Kerzenständer müssen aus nicht brennbaren Material bestehen
  • Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von brennenden Kerzen spielen lassen
  • Erhöhte Wachsamkeit beim Auspacken von Geschenken
  • Das Entzünden der Kerzen am Baum sollte immer von oben nach unten und von hinten nach vorne erfolgen. Das Löschen der Kerzen erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge
  • Alternative: Geprüfte elektrische Lichterkette
  • Räucherkerzen mit Wasser kurz ablöschen, bevor man sie entsorgt

Gefahrenquelle - Weihnachtsbaum

  • Baumständer, die keinen sicheren Stand gewährleisten
  • Trockene Weihnachtsbäume/Adventskränze brennen „explosionsartig“
  • Haustiere wie Hunde oder Katzen könnten den Weihnachtsbaum umwerfen

Maßnahmen, um Gefahrenquellen zu vermeiden bzw. Gefahrenpotential zu verringern

  • Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest kaufen, damit er nicht zu trocken ist. Alternative: Es gibt mittlerweile Baumständer mit integriertem Wassertank, dieser verhindert das schnelle Austrocknen des Baumes
  • Stellen Sie den Weihnachtsbaum nicht in den Fluchtweg und halten Sie Abstand zu brennbaren Materialien (Gardinen etc.)
  • Der Weihnachtsbaum muss einen sicheren Stand haben
  • Weihnachtsbaum nicht in der Zugluft zwischen Tür und Fenster aufstellen (Gefahr des Umkippens)
  • Adventskranz auf eine nicht brennbare Unterlage stellen
  • Eventuell den trockenen Adventskranz gegen einen frischen austauschen
  • Falls Hunde/Katzen in der Wohnung leben, den Weihnachtsbaum zusätzlich gegen Umkippen sichern

Gefahrenquelle - Lichterkette

  • Verwendung von elektrischen Lichterketten, die keine notwendigen Prüfzeichen besitzen oder unsachgemäß angewendet werden (Lichterkette ohne Zulassung für Außenbereich werden im Freien verwendet)
  • Brandgeschehen aufgrund eines Kurzschlusses

Maßnahmen, um Gefahrenquellen zu vermeiden bzw. Gefahrenpotential zu verringern

  • Elektrische Lichterketten bestimmungsgemäß betreiben
  • Nur Lichterkette mit VDE-Prüfzeichen/GS-Zeichen verwenden
  • Schadhafte Lichterketten austauschen bzw. schadhafte Glühbirnen ersetzen
  • Für Familien bieten sich LED-Lichterketten oder Lichterketten mit Transformatoren an. Diese arbeiten mit einer geringeren Spannung, erzeugen weniger Hitze und die Gefahr eines Stromschlags ist sehr viel geringer

Vorhalten von Löschmittel

  • In der Nähe des Baumes einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher griffbereit haben

Die Feuerwehr Esslingen am Neckar wünscht Ihnen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!


Sicherheitstipps zu Silvester

Sicherheitstipps zu Silvester

Der Jahresübergang ist ein selten großes Event, welches wie kaum ein anderes eine so große Wahrnehmung in der Öffentlichkeit hat. Die Straßen sind mit Menschen gefüllt, zwischendrin werden Feuerwerkskörper gezündet.

Um hier entstehenden Gefahren abzuwenden, macht es Sinn, sich an folgende Grundsätze zu halten:

Gefahr geht nicht nur von Feuerwerk selber aus

  • Gehen Sie verantwortungsbewusst und nicht unter Alkoholeinfluss mit Feuerwerk um. Werfen Sie Feuerwerkskörper nicht unkontrolliert oder auf Personen, aus Fenstern oder von Balkonen.
  • Lassen Sie Kinder kein oder nur für sie geeignetes Feuerwerk unter Aufsicht entzünden. Bei Abbrennen von Feuerwerk sollten kleine Kinder grundsätzlich unter Aufsicht zu Hause bleiben.

Verwenden Sie nur Feuerwerksartikel mit BAM Kennzeichnung

  • Das Bundesamt für Materialprüfung (BAM) prüft Feuerwerksartikel erteilt diesen nach bestandenem Test eine zugehörige Prüfnummer, welche auf der Verpackung aufgedruckt sein muss. Ist dies nicht der Fall, sollte von einem Kauf Abstand genommen werden.
  • Import von Feuerwerksartikeln ohne BAM Kennzeichnung ist nicht nur gefährlich, sondern auch strafbar.
  • Manipulation oder Eigenherstellung von Feuerwerkskörpern ist lebensgefährlich!

Verwenden Sie ausschließlich geeignete Feuerwerksartikel

  • Artikel, die nicht ausdrücklich für die Verwendung an Silvester/ Neujahr oder die ganzjährige Nutzung vorgesehen sind, stellen eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar und dürfen nicht verwendet werden (Signalmunition, Seenotrettungsraketen, Magnesiumfackeln etc.).

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

  • Beachten Sie die Bedienungsanleitung und Aufdrucke am Artikel, hier erhalten Sie Auskunft über die Verwendung, so können zusätzliche Gefährdungen durch falsche Nutzung ausgeschlossen werden.
  • Feuerwerkskörper der Klasse II nur im Freien anzünden!
  • Verwenden Sie Feuerwerkskörper nur Ihrer Bestimmung gerecht und zünden Sie diese niemals in der Hand. Kanonenschläge, Böller usw. entzünden Sie am besten auf dem Boden.
  • Nehmen Sie hiernach ausreichend Abstand zum abbrennenden Feuerwerk.

Raketenstart nur aus geeigneten Halterungen

  • Starten Sie Feuerwerksraketen niemals aus der Hand, nutzen Sie hierzu zum Beispiel in einem  Getränkekasten abgestellte, leere Glasflaschen.
  • Richtig ausgerichtet kann so sehr einfach eine ungehinderte Flugbahn „eingestellt“ werden, ohne dass die aufsteigende Rakete an Personen, Gebäude, Bäume oder sonstige Hindernisse gerät.
  • Zünden Sie Feuerwerkskörper nicht auf Straßen! Hier müssen unter Umständen  Rettungswagen oder Feuerwehr dringend vorbei.
  • Achten Sie auf eine sichere Umgebung. Entzünden Sie Feuerwerk so, dass weder Personen noch die nähere Umgebung (brennbare Materialien) Schäden hiervon tragen könnten.
  • Entfernen Sie brennbare Gegenstände aus der unmittelbaren Nähe von Gebäuden (Gartenmöbel etc.).
  • In der Silvesternacht  empfiehlt es sich, alle Fenster und Lüftungsöffnungen von Gebäuden (Häuser, Lager, Büro, Garagen) zu schließen. So können  auch ungewollte Eintritte von Feuerwerkskörpern vermieden werden.

Vorrat in Sicherheit bringen

  • Tragen Sie Vorräte von Feuerwerksartikel niemals direkt am Körper (Jackentasche etc.), sondern lagern Sie diese verschlossen in sicherem Abstand zum abbrennenden Feuerwerk.
  • Nach Entnahme eines Feuerwerkskörpers sollte die Lagerstätte wieder abgedeckt/ verschlossen werden.

Halten Sie entsprechendes Löschmittel vor

  • Beim Abbrennen von Feuerwerk empfiehlt sich die Bereitstellung von Wasser (Eimer, Gießkanne etc.), Feuerlöschern. Achten Sie darauf, dass dieses im Brandfall schnell erreichbar ist.

Gefahr droht –Platz schaffen

  • Sollte es trotzdem zu einem Schadensfall kommen, sorgen Sie für eine ausreichende Erstversorgung (Haus- oder KFZ-Verbandskasten), kühlen Sie Wunden mit Wasser und decken Sie diese steril ab.
  • Sollte es zu einem Brand kommen,  unternehmen Sie nur Löschversuche, bei denen Sie sich selbst nicht gefährden. Schließen Sie, wenn möglich, Türen zum Brandraum und verlassen Sie so schnell wie möglich mit allen Personen die Wohnung. Alarmieren Sie die Feuerwehr über den Notruf 112.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Anfahrt für die Feuerwehr frei von Feuerwerkskörpern ist und weisen die Rettungskräfte ein.

Übrigens

  • Feuerwerk fällt unter das Sprengstoffgesetz und darf nur an Silvester und Neujahr an den im Stadtgebiet Esslingen ausgewiesenen Orten entzündet werden.
  • Außerhalb des Jahreswechsels muss ein Feuerwerk angemeldet werden – ansonsten sind Bußgelder möglich!

Himmelslaternen – eine oft unterschätzte Gefahr!

Skylaternen, auch als „Himmelslaternen“, „Himmelsfackeln“ oder „Wunschlaternen“ im Handel angeboten, funktionieren im Prinzip wie ein Mini-Heißluftballon. Unter einer weißen oder oftmals auch farbigen Hülle aus dünnem Papier ist eine Brennvorrichtung (offene Flamme) angebracht, die die Luft in der Papierhülle erhitzt. Nach ausreichender Erhitzung steigt der Mini-Ballon hoch, die Herstellerangaben nennen bis zu 500 m als maximale Flughöhe. Diese Flugkörper gelten bei vielen als netter „Partygag“. Nicht selten ist sogar ein „Massenstart“ solcher Ballons am nächtlichen Himmel zu beobachten. Nur wenigen ist dabei bewusst, welche Gefahren von diesen Flugkörpern ausgeht – aus Sicht der Feuerwehr vor allem dann, wenn sie brennend niedergehen und dabei ihre Umgebung in Brand setzen.

Das Innenministerium Baden-Württemberg teilt in diesem Zusammenhang mit, dass diese „Himmelslaternen“ nur mit Erlaubnis der Luftfahrtbehörde verwendet werden dürfen.

Die Luftfahrtbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe macht dazu folgende Aussagen: „Rechtlich gesehen werden aus unserer Sicht die Skylaternen als ungesteuerte und unbemannte Flugkörper mit Eigenantrieb eingestuft, für deren Aufstieg eine Erlaubnis der Luftfahrtbehörde nach § 16 Abs. 1 Nr. 5 LuftVO erforderlich ist. Zuständige Luftfahrtbehörde ist das Regierungspräsidium. Aus Gründen der Gefahrenabwehr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere im Hinblick auf die Brandgefahren, können wir in Abstimmung mit der Feuerwehr seitens des Regierungspräsidiums allerdings keine Erlaubnisse erteilen. Wir bitten um Verständnis. Im Übrigen stellt das ungenehmigte Aufsteigenlassen solcher Laternen ohne Erlaubnis eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis 50.000 Euro geahndet werden kann, sofern es sich nicht nach anderen Vorschriften um eine Straftat handelt.“

Aus Sicht der Feuerwehr besteht kein Zweifel, dass neben der Gefährdung des Luftverkehrs auch ein unkontrolliertes Brandrisiko vorhanden ist. Gerade bei Trockenheit sind Himmelslaternen eine unberechenbare Gefahrenquelle für Wälder, Wiesen, Gärten und auch für bauliche Anlagen, wenn diese Flugkörper brennend zu Boden gehen.


Aufpassen beim Auftauen!

Jedes Jahr muß die Feuerwehr Folgen beseitigen, wenn Hausbesitzer versuchen, eingefrorene Wasserleitungen mittels einer Lötlampe aufzutauen. Das offene Feuer verfehlt dabei immer wieder –unsachgemäß verwendet – seinen Zweck.

Worauf ist zu achten:

  • Stellen Sie Wasserleitungen in unbeheizten Räumen oder die ins Freie führen nach Möglichkeit ab und entleeren die Rohre.
  • Drehen Sie Heizkörper nie ganz ab, auch nicht nachts oder im Urlaub. Wählen Sie mindestens die gekennzeichnete Frostschutzstellung.
  • Sichern Sie Leitungen in unbeheizten Räumen mit einem „Frostwächter“, wenn sie nicht abgestellt werden können.
  • Benutzen Sie auf keinen Fall eine Lötlampe oder ein anderes offenes Feuer. Die Hitze entzündet durch Wärmeleitung oftmals unkontrolliert brennbare Stoffe an anderen Stellen und in Hohlräumen, z. B. Isoliermaterial.
  • Benutzen Sie zum Auftauen besser Haartrockner, Heizlüfter, Heißluftgebläse, ein Dampfstrahlgerät oder Tücher, die in heißes Wasser getaucht wurden. Auch Heizmatten oder Wärmflaschen sind gute Hilfsmittel.

Eichenprozessionsspinner

Gesundheitsgefahren und Maßnahmen

Nachdem die Feuerwehr zunehmend mit Einsätzen wegen der Raupen des Eichenprozessions-spinners konfrontiert wurde und in den vergangenen Jahren in den Monaten Mai und Juni in einigen Gegenden die Raupen als wahre Plage auch in Wohngebieten aufgetreten sind, stellen wir Ihnen hier Informationsmaterial zur Verfügung.



Info

In Notfällen erreichen Sie uns ausschließlich über den europaweiten

NOTRUF 112


Kontakt

Feuerwehr Esslingen am Neckar
Geschäftsstelle
Pulverwiesen 2
73728 Esslingen am Neckar
Telefon (07 11) 35 12-37 00


Unwetterwarnungen für Baden-Württemberg

Aktuelle Unwetterwarnungen für Baden-Württemberg



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