Nachricht vom 27.03.2019

Beschaffung neue Löschfahrzeuggeneration (H)LF10 für Feuerwehren in Esslingen

Die Feuerwehr Esslingen hat die Aufgabe, im Zeitraum von 4 Jahren 6 möglichst identische Löschfahrzeuge (H)LF10  für  6 Abteilungen der Feuerwehr Esslingen zu beschaffen.

Die Feuerwehr Esslingen am Neckar hat im Herbst 2017 mit den Planungen für eine europaweite Ausschreibung für 6 Löschfahrzeuge (H)LF10 begonnen. Ziel ist es, über einen Zeitraum von 4 Jahren möglichst identische Fahrzeuge für die Abteilungen Hauptamtliche Kräfte/Stadtmitte, Berkheim, Hegensberg, Sulzgries, Wäldenbronn und Zell zu beschaffen.

Mit der Indienststellung des Neufahrzeugs für die Hauptwache in Esslingen wird deren Vorgängerfahrzeug zur Abteilung Sirnau versetzt. Für die Planungen wurde eigens ein Arbeitskreis – bestehend aus dem Abteilungsleiter Technik und Mitgliedern der 8 Abteilungen – ins Leben gerufen.  Bei der ersten Sitzung am 19.10.2017 entwickelte der Arbeitskreis ein gemeinsames Zielbild, d.h. welche Abmessungen dürfen die Fahrzeuge maximal haben, wie leistungsfähig sollen die Fahrzeuge sein und welche Ausrüstung ist eventuell zusätzlich zur Norm-Beladung notwendig? Eine ganz wesentliche Vorgabe war die Festlegung der maximalen äußeren Abmessungen der Löschfahrzeuge. Diese neue Fahrzeuggeneration soll primär optimal für die engen Straßenverhältnisse in der Innenstadt Esslingens und den Ortsteilen ausgelegt sein.

Weiter sollen diese Fahrzeuge in jedem Feuerwehrhaus der einzelnen Abteilungen untergestellt werden können. Dazu war es notwendig, die geringste Durchfahrtshöhe der einzelnen Feuerwehrhäuser zu ermitteln. Hier tat sich das Feuerwehrhaus in Berkheim hervor, das 1965 erbaut und dessen Durchfahrtshöhen der Tore lediglich 3.140 mm beträgt. Daraus ergibt sich dann eine einheitliche, maximale Fahrzeughöhe von 3.100 mm (Standard: 3.300 mm). Auf Grund der engen Bebauung der Altstadt Esslingens und der immer schwieriger werdenden Parkplatzsituation in den Stadtteilen legte der Arbeitskreis die maximale Fahrzeugbreite auf 2.350 mm fest (Standard: 2.500 mm).  Als weitere Eckdaten definierte der Arbeitskreis ein Löschwasser-Tankvolumen von 1.600 Litern, die Mitführung einer dreiteiligen Schiebeleiter und einer vierteiligen Steckleiter sowie eine den Maschinisten bei Einsatzfahrten entlastendes vollautomatisierte Schaltung.

Im Juni 2017 änderten sich die in den Feuerwehr-Normen beschriebenen Fahrzeuggewichte, so dass die bis dahin geltende Beschränkung des maximalen Gesamtgewichts bei Löschfahrzeugen der Klasse (H)LF10 auf 12 Tonnen aufgehoben wurde. Mit der Normänderung darf ein solches Fahrzeug - einschließlich Beladung und Mannschaft - maximal 14 Tonnen auf die Waage bringen. In diesem und den dann folgenden Terminen erarbeitet der Arbeitskreis das Leistungsverzeichnis für die europaweite Ausschreibung. Das Leistungsverzeichnis ist in drei sogenannte Lose aufgeteilt: 

Los 1 beinhaltet das Fahrgestell
Los 2 den Feuerwehraufbau und 
Los 3 die feuerwehrtechnische Beladung.

Hierbei wurde über technische Neuerungen diskutiert, Wünsche und Ideen sowie deren Notwendigkeiten und – sofern möglich – auch Kosten erörtert.  Natürlich hat sich auch die Feuerwehrtechnik in den letzten Jahren weiterentwickelt und die ein oder andere sinnvolle Neuerung wurde in die Fahrzeugkonzeption aufgenommen. Auch Erkenntnisse der letzten Jahre aus Einsätzen und Erfahrungen anderer Feuerwehren wurden aufgegriffen, diskutiert und sind dann in das Leistungsverzeichnis mit eingeflossen. So wurde z.B. die Anzahl der Handsprechfunkgeräte von 4 auf 5 erhöht, eine Wärmebildkamera und ein mobiler Wasserwerfer eingeplant.  Parallel zu den Planungsterminen wurde ein in den äußeren Abmessungen ähnliches Löschfahrzeug bei einer größeren Feuerwehr besichtigt. Zusätzlich bot sich die Möglichkeit, weitere neuere Feuerwehrfahrzeuge an einem Termin auf der Hauptwache in Esslingen zu besichtigen. 

Manche der hier gewonnenen Anregungen und Lösungen konnten dann am letzten Termin des Arbeitskreises am 18.12.2017 für das Leistungsverzeichnis berücksichtigt werden, so dass am Ende ein gemeinsam definiertes und verabschiedetes Fahrzeugkonzept entstanden ist.  Fristgerecht am 22.12.2017 wurde dann de Ausschreibung in der Datenbank der Europäischen Union für öffentliche Ausschreibungen veröffentlicht, die dann am 22.01.2018 um 12:00 Uhr endete. Die eingegangenen und gültigen Angebote wurden dann eingehend geprüft, d.h. es wurde kontrolliert, ob alle in unserem Leistungsverzeichnis beschriebenen Punkte berücksichtigt und welche Angebote am wirtschaftlichsten waren.  Am 27.02.2018 lag dann der finale Vergabevorschlag für die einzelnen Hersteller/Lieferanten vor: 

Los 1 – Fahrgestell: Fa. Mercedes Benz, Typ Atego 1527 4x2 Euro 6 
Los 2 – Aufbau: Fa. Rosenbauer Leonding, Typ Compact Line CL
Los 3 - Feuerwehrtechnische Beladung: Fa. Barth Fellbach

Unmittelbar nach der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 09.04.2018 wurden dann die Rahmenverträge vergeben. Die Fahrzeuge der Feuerwache und der Abteilung Zell werden dann sofort aus dem Kontingent abgerufen. Abhängig vom Gemeinderatsbeschluß und der Förderung des Landes Baden-Württemberg können in 2018 auch die Fahrzeuge für die Abteilungen Berkheim und Sulzgries bestellt werden., so dass eine Auslieferung der Fahrzeuge in 2019 erfolgen kann. Im Dezember 2018 gab es dann noch einen Termin zur Rohbaubesprechung zusammen mit der Firma Rosenbauer in Esslingen auf der Feuerwache. Hier wurden dann nochmals alle Punkte der Ausschreibung erörtert und offene Fragen geklärt.  Am 20.02.2019 erreichten uns dann die ersten Bilder der 4 Aufbauten und ein verbindlicher Termin zur Rohbauabnahme bei der Firma Rosenbauer in Neidling (bei Wien): 11.03.2019

So machte sich dann eine kleine Abordnung aus 4 Abteilungen und hauptamtlichen Mitarbeitern zur Rohbauabnahme bei der Firma Rosenbauer auf den Weg. Dort angekommen wurde zuerst eines der Fahrzeuge in Augenschein genommen - danach wurde in Teams das Fahrgestell, der Fahrer- und Mannschaftsraum sowie der Aufbau mit der Ausschreibung verglichen, ob alles soweit berücksichtigt bzw. vorhanden ist. Dabei wurden dann auch der ein oder andere Geräteraum angepasst, so dass eine bessere Ergonomie bei der Geräteentnahme gegeben ist oder aber Geräte sinnvoller zusammenhängend verlastet werden können. Bei diesem Rohbauabnahmetermin wurden uns auch nochmals die Abnahme- bzw. Übergabetermine der ersten 4 Löschfahrzeuge genannt:

KW 19
Löschgruppenfahrzeug LF10 Abt. Zell
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF10 Abt. Hauptamtliche/Stadtmitte   

KW 21 
Löschgruppenfahrzeug LF10 Abt. Sulzgries
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF10 Abt. Berkheim

Redakteur:
Jürgen Schernhammer und Rainer Epple
Arbeitsgruppe Beschaffung (H)LF10

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