Nachrticht vom 27.11.2017

Nachwuchs gesucht!

Die freiwillige Einsatzabteilung der Feuerwehr Esslingen Abteilung Zell sucht händeringend nach Nachwuchs. Ein Artikel in der Esslinger Zeitung machte bereits auf das Poroblem aufmerksam.

Bei der Feuerwehr brennt´s

Personalnot gefährdet Einsatzzeiten in ES-Zell

Die Erwartungen in der Bevölkerung sind hoch: Wenn es brennt, soll die Feuerwehr möglichst wenige Minuten nach dem Alarm am Ort des Geschehens sein, um Menschen zu retten und Sachwerte vor der Zerstörung zu bewahren. Was dazu gehört, diesen Dienst an der Allgemeinheit 24 Stunden am Tag zu garantieren, ist selten ein Gesprächsthema. Dabei zeigt aktuell die Situation der Freiwilligen Feuerwehr in Esslingen-Zell, dass die Sicherheit ohne das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zumindest gefährdet ist. Es fehlt an Personal. Etwa 20 Kräfte bestreiten derzeit die Einsätze – 30 sollten es aber sein, damit im Stadtteil und darüber hinaus das Maß an Verlässlichkeit herrscht, wie es vom Gesetzgeber und auch vom Esslinger Gemeinderat gefordert wird.

„Wir stehen noch nicht völlig mit dem Rücken zur Wand“, sagt Oliver Knörzer, Leiter der Esslinger Feuerwehr. Doch die Personalsituation ist immerhin bedenklich, und das hat etwas mit einer Entwicklung zu tun, die den Verantwortlichen bei der Feuerwehr immer mehr Sorgen bereitet: Es gibt viele Wegzüge, wodurch der Wehr auch Einsatzkräfte mit Ortsbezug verloren gehen. Von den rund 20 Kräften der Feuerwehrabteilung Zell wohnen gerade einmal acht im Stadtteil und kaum jemand hat seinen Arbeitsplatz in Zell.

Vorgabe sind zehn Minuten

„Keine gute Perspektive“, sagen Oliver Knörzer und der Zeller Abteilungskommandant Daniel Schäfer. Denn wenn von den Freiwilligen kaum noch jemand im Stadtteil wohnt oder arbeitet, steht der Einsatz der sogenannten ersten Einheit auf wackeligen Beinen. Damit sind neun Einsatzkräfte gemeint, die spätestens zehn Minuten nach dem Alarm am Brandort präsent sein müssen, um vor allem Menschen mit Rauchgasvergiftungen effektiv helfen zu können. Das lässt sich mit einer Mannschaft besser bewerkstelligen, die überwiegend aus dem Ort kommt und deshalb keine langen Anfahrtswege hat. Im Moment gelingt es in Zell laut Knörzer noch in 84 Prozent aller Fälle, die Vorgabe von zehn Minuten einzuhalten. Doch weil sich der Stadtteil in den vergangenen Jahren deutlich entwickelt hat, etwa durch neue Wohngebiete im Egert oder am Hangelstein, ist das Einsatzgebiet größer geworden – mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Zeitfaktor. „Es wird eng, vor allem in den höher gelegenen Wohngebieten“, versichern Knörzer und Schäfer. Deshalb ihr Appell an die Bürgerinnen und Bürger: „Wer will, dass die Feuerwehr in zehn Minuten da ist, muss sich auch engagieren.“ All dies hängt mit dem Prinzip zusammen, das hinter der Feuerwehr in Esslingen steht. Es gibt eine ständig mit hauptamtlichen Kräften besetzte Feuerwache am Landratsamt und die Abteilungen der Freiwilligen in der Stadtmitte, in Berkheim, Hegensberg/Liebersbronn, Sirnau, Sulzgries, Wäldenbronn und Zell. Aus Sicht von Oliver Knörzer ist dies eine ideale Konstellation, weil die Freiwilligen in den Stadtteilen präsent und ortskundig sind – sofern die Mannschaftsstärke stimmt und die Kräfte tatsächlich im Stadtteil wohnen und arbeiten. „Das System beruht auf bürgerschaftlichem Engagement“, unterstreicht Daniel Schäfer und hofft, dass sich wieder mehr Freiwillige aus dem Stadtteil finden, denen es wichtig ist, etwas für die Sicherheit der Menschen zu tun.

Obwohl Zell eine aktive Jugendfeuerwehr hat, ist es mit dem Nachwuchs nicht einfach. Vor allem Quereinsteiger fehlen, oftmals stehen die vielen Freizeitangebote in Konkurrenz zur freiwilligen Arbeit bei der Feuerwehr. Und um Arbeit handelt es sich durchaus, daran lässt Abteilungskommandant Schäfer keinen Zweifel aufkommen. Dabei wird viel Zeit und Geld in die Ausbildung gesteckt, allein 80 Stunden sind für die Grundausbildung festgesetzt. Brandbekämpfung, technische Hilfe bei Sturm oder vollgelaufenen Kellern, Rettung und Erste Hilfe, oder der Umgang mit Gefahrgut – all dies und noch mehr sind Aufgaben, die auf eine Feuerwehrfrau oder einen Feuerwehrmann zukommen. „Das Lernen hört eigentlich nie auf“, weiß Schäfer.

Sehr wenig Frauen

Apropos Feuerwehrfrau: In der Zeller Wehr gibt es nur zwei von ihnen. Das bedauern Knörzer und Schäfer, weil sie die Erfahrung gemacht haben: „Wenn Frauen zu uns kommen, dann sind die richtig gut und können das Geschäft genauso gut machen wie ihre männlichen Kollegen.“ Aber es dreht sich nicht alles nur ums Geschäft: Da geht es auch um Kameradschaft, um gemeinsame Ausflüge und Festivitäten – schließlich ist die Feuerwehr auch ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

Dieses Jahr mussten die Freiwilligen aus Zell bisher 17 Mal in den Einsatz. Ihr Betätigungsfeld bietet die gesamte Bandbreite dessen, was eine Stadt gemeinhin zu bieten hat: Wohngebiete, die beruflichen Schulen und ausgedehnte Gewerbeflächen mit vielen Unternehmen. Wie wichtig es ist, dass die Feuerwehr möglichst schnell am Ort des Geschehens ist, haben in den vergangenen Jahren zwei spektakuläre Fälle bewiesen. Im März 2014 hatte es im Entennest einen Großbrand in einer Industriehalle gegeben und im November 2015 war es ein Wohnhaus an der Zeller Hauptstraße, das in Flammen stand.

Redakteur:
Esslinger Zeitung

Leben retten! Wir brauchen Dich!

Unter diesem Motto sucht die Feuerwehr Esslingen ständig Bürgerinnen und Bürger die sich in Ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren wollen.

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Leben retten! Wir brauchen Dich! (377 KB)

Kampagne zur Mitgliedergewinnung für die Einsatzabteilung Zell

Aus aktuellem Anlass wurde eine Kampagne zur Mitgliedergewinnung für die Einsatzabteilung Zell ins Leben gerufen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Typ Name Datum Größe
pdf Handzettel A5 zur Kampagne Mitgliedergewinnung der Einsatzabteilung Zell.pdf 06.12.2017 784 KB
pdf Poster A3 zur Kampagne Mitgliedergewinnung der Einsatzabteilung Zell.pdf 06.12.2017 1,1 MB

(Erstellt am 27. November 2017)

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